Die Geschichte des Stadteiles Dessau-Alten
| Geschichte von Dessau-Alten Der Dessauer Ortsteil Alten wurde bereits im 13. Jahrhundert (genau 1239) mit der Siedlungsbezeichnung „Altena“ oder „Reust“ urkundlich erwähnt, wurde dann aber später zu einer Wüstung. Der nachweisliche Ursprung ist der Erbzinsbrief des Fürsten Leopold von 1709. Der Fürst – auch bekannt unter dem Namen „Alter Dessauer“ erweckte in seiner Amtszeit viele untergegangene Dessauer Vororte wieder neu, um die Wirtschaftskraft seines Landes zu stärken. So gründete er auch 1704 das Residenzvorwerk Alten in der Nähe der wüsten Stätte des ehemaligen Ortes Altena. Zu den zehn Drescherhäusern gesellten sich auch bald Siedlerhöfe und damit war das neue Dorf Alten gegründet. Das Dorf entwickelte sich prächtig, bereits 1740 zählte es 40 Höfe, so dass Fürst Leopold einem Gelübde getreu 1743 eine Kirche errichten ließ. Weitere wirtschaftliche Höhepunkte waren die Gründung der Zuckerfabrik im Jahre 1890 und die Errichtung des Flugplatzes durch Hugo Junkers in der Nähe der Wüstung Altena im Jahre1915. Heute ist in Dessau-Alten einer der größten Arbeitgeber das Städtische Klinikum Dessau, welches im Jahre 1945 am jetzigen Standort in Räumlichkeiten der Fliegertechnischen Vorschule Alten als Behelfskrankenhaus nach dem Krieg gegründet wurde. Bis heute entstand daraus nach zahlreichen Um- und Ausbaumaßnahmen ein nach neuesten medizinischen Standards funktionierendes Krankenhaus mit überregionaler Versorgungsfunktion, 14 Kliniken, 2 Instituten, Belegabteilung und Gefäßzentrum und somit eines der modernsten Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt. Quelle: „300 Jahre Alten“ des Förder- und Heimatvereines Dessau-Alten e.V. |



